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Eine soziale Illusion!

Institutsdirektor Gerhard Wegner kritisiert "Bedingungsloses Grundeinkommen"

Als verantwortungslos bezeichnet Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, die Beghauptung, mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen könnten die sozialen Problem in Deutschland gelöst werden. 

In der Ausgabe der Berliner Kirchenzeitung "Die Kirche" vom 10.3.2018 setzt er sich kritisch mit den Argumenten der Befürworter eines solchen Grundeinkommen auseinander und sagt, dass es um nicht weniger als die Abschaffung des Sozialstaates geht: "Und das ist in der Tat der Kern des Ganzen: Es geht um ein völlig anderes Sozialsystem, als wir es bisher mit dem Sozialstaat haben. Denn zusammen geht beides nicht: 1 000 Euro für jeden, jeden Monat, würde finanziell keinen Spielraum mehr für sozialstaatliche Leistungen lassen. Arbeitsagenturen, Sozialämter, Jugendämter, Rentenversicherungen und so weiter - der gesamte Bereich einer hochentwickelten sozialen Fürsorge, der in Deutschland über mehr als hundert Jahre erkämpft worden ist, könnte dann nur noch privat finanziert existieren. "

Er plädiert dafür, das gesellschaftliche Vermögen nicht pauschal zu verteilen, sondern es in Bildungseinrichtungen, Kindergärten, in die Betreuung von Arbeitslosen  und in armutsfeste Renten einzusetzen.

 


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 3. Mai 2018 10:53